Portrait Oskar

Geschlecht:
männlich
Geboren ca.:
11.2011
Impfung:
komplett geimpft und microgechipt
Größe:
48 cm
Kastriert:
ja

Ihr könnt es vielleicht nicht verstehen, aber für mich gibt es noch kein Verzeihen, kein Vertrauen und wenig Hoffnung! Ich habe mal einen schönen Spruch gehört, dieser bleibt mir immer im Gedächtnis, auch wenn ich noch nicht so wirklich daran glauben kann. Ich zitiere: „Für die Welt bist Du irgendjemand, aber für irgendjemand bist Du die Welt!“ Ja, wie soll ich denn daran glauben, wenn ich den Zugang zu den Zweibeinern nicht finde? Wo ist der Weg und wie finde ich das Ziel? Jeden Tag danke ich dem lieben Gott dafür, dass ich keinen Hunger und auch keinen Durst mehr habe, aber dennoch habe ich jetzt im Moment auch noch nicht wirklich eine Chance, wenn ich meine Angst nicht überwinde und vielleicht einen Menschen finde, für den ich die ganze Welt bedeute. Sehen Sie, ich kann mir auch nicht genau erklären, warum ich so bin, wie ich eben bin. Ich wäre gerne fröhlich, lustig und unbekümmert. Aber eine Besucherin, die mich schon länger kennt, hat mir gerade gesagt, dass ich schon etwas mutiger geworden bin. Ich habe mich dann getraut ein sehr verführerisches Leckerli anzunehmen und war dann sehr stolz auf mich.
Vielleicht sollte ich Euch meine Geschichte kurz erzählen. Ich lebte auf der Straße, nicht sehr gut, aber ich lebte dort mit meinen Freunden. Eines Tages hat man uns dann davon überzeugt, dass ein Leben in Sicherheit und auch gesundheitlicher Fürsorge für uns alle Sinn macht. Meine Freunde und ich kamen hierher zu den lieben Menschen von AP. Ich sehe immer, wie all die anderen Hunde beschmust und bespaßt werden und keiner scheint ein Problem mit den Zweibeinern zu haben. Ja, und ich bin eben in meinem kleinen Gefängnis der Erinnerungen gefangen und möchte doch auch so sein, wie viele andere Vierbeiner im Tierheim, denen so viel mehr Freude und Spaß am Leben anzusehen ist. Natürlich weiß ich, dass ich so ängstlich niemals auf die Reise gehen kann und den Menschen, für den ich vielleicht die Welt bedeuten könnte, nicht erreichen kann. Ich hoffe auf Paten und Freunde, die mir nun gemeinsam helfen meine schlechte Erinnerung gegen viele positive Erfahrungen auszutauschen. Dann kann ich vielleicht eines Tages auch mal meine schöne Rute aufstellen, wie verrückt wedeln und mich über Besuch so freuen, wie es sich gehört. Vielleicht kann ich dann auch mal einem Zweibeiner über die „Schnauze“ lecken und nicht schnell genug an die Leine kommen, um auf den Berg zu laufen und die Aussicht von ganz oben zu genießen.
Ganz zum Schluss möchte ich darauf hinweisen, dass ich bildschön bin und alle immer ganz traurig darüber sind, dass sie mir noch nicht über meinen hübschen Kopf streicheln können. Und sie sind traurig, weil ich nicht weiß wie es ist, wenn ich mal auf dem Rücken liege und mir den Bauch kraulen lasse. Da kann ich jedoch alle beruhigen, ich habe noch niemals in meinem Leben völlig entspannt auf dem Rücken gelegen und mich von irgendwem kraulen lassen, versteht sich ja wohl von selbst. Aber ich denke, wenn eines Tages der „Irgendjemand“ kommt, dann wird sich all dies ändern! Tief in mir fühle ich, dass alles gut wird.
Damit es auch für mich ein Happy End gibt, brauche ich aber nette Paten, die mir Glück wünschen, mir die Daumen drücken, an mich glauben und mich auch ein bisschen finanziell unterstützen. Dann wird sicher auch für mich alles gut.

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